Donnerstag, 15. April 2021

Halestorm - The Strange Case Of... (2012)



Here's to us, here's to love
All the times, that we messed up
Here's to you, fill the glass
 'Cause the last few nights have kicked my ass
 If they give ya hell
Tell em to go fuck themselves,
here's to us, here's to us (Go fuck themselves)
Here's to us, wish everybody well


Neuzugang. Was für ein kraftvolles Album. Vielleicht das Beste von Halestorm. Gibt genau die Energie wieder, wie ich sie auch live im November 2019 in München erlebt habe.
viele Titel habe etwas Hymnen Charakter. So zum Beispiel Track 5 "Beautiful with you". Wenn Bryan Adams sing "... the only thing that looks good at me is you" ein Scheiss. Wenn man sowas ernsthaft ausdrücken will, dann bitte mit "Beautiful with you"
Oder auch fast Heavy Metal: "Freak like me". Und dann natürlich mein Lieblings Track von Halestorm: das zarte, leise und plötzlich unfassbar kraftvolle "Break in" (Achtung: bei dem Text muss man fast heulen!)
Here's to you - das wird mal ein Klassiker. Bin ich fest von überzeugt. Schon das Lick zwischen Phrase und Chorus - Hammer.

Zur Band: Lizzy Hale, geboren 1993, schreibt ihre Songs selbst, spielt seit sie 5 Jahre alt ist Klavier, lernt mit 16 Gitarre, Bruder und Vater spielten ursprünglich auch in ihrer Band Halestorm

Stil: Hard Rock bis Heavy, Alternative, Post-Grunge

Mein Hörtip: Here's to you, Daughters of Darkness, Break in, Beautiful with you, Freak like me

Wertung: 👍👍👍👍👍

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0:03:11    Love Bites (So Do I)
0:03:22    Mz. Hyde
0:03:04    I Miss The Misery
0:03:38    Freak Like Me
0:03:16    Beautiful With You
0:02:47    In Your Room
0:04:45    Break In
0:03:19    Rock Show
0:03:55    Daughters Of Darkness
0:03:12    You Call Me A Bitch Like It's A Bad Thing
0:03:28    American Boys
0:02:58    Here's To Us


Laura Cox - Burning Bright (2019)





heutiger Neuzugang: wieder mal ein Brett. Knallharter, kraftvoller Blues Rock der härteren Sorte von dieser kleinen Französin . unbedingt reinhören.

Zur Band: Laura Cox ist die Tochter einer Französin und eines Engländers, der sie aber nie lehrte, Englisch zu sprechen, und so fühlt sie sich mehr als Französin, zumal sie auch immer in Frankreich lebte. Ihr Musikgeschmack orientierte sich zunächst an dem ihres Vaters, der gerne Country-Musik und Rock’n’Roll hörte und sie auch an den Classic Rock und das Musizieren heranführte.[4] Im Alter von 14 Jahren hatte Cox mit dem Gitarre spielen begonnen und Unterricht an einer Musikschule genommen, bis sie sich nach vier Jahren selbständig weiterentwickelte. Anfangs spielte sie noch Klassische Gitarre, bis die E-Gitarre ihr Interesse fand und ihr Ihre Mutter Ihre erste E-Gitarre schenkte. Bevor sie 2008 eigene Coverversionen bei YouTube hochlud, hatte sie Nachmittage lang allein in ihrem Zimmer Musikvideos studiert und autodidaktisch versucht, die Gitarrensoli bekannter Gitarristen wie Slash, Mark Knopfler etc. zu imitieren. Schon bald wurden ihre Soli millionenfach aufgerufen und ihr YouTube-Kanal vieltausendfach abonniert. Cox, die sich selbst für eher zurückhaltend und introvertiert hält, fühlte sich dabei wohl, alleine in ihrem Zimmer Videos zu erstellen, bis sie 2010 den Rhythmus-Gitarristen Mathieu Albiac traf, mit dem sie ab ca. 2011/2012 gemeinsam komponierte und schließlich 2013 The Laura Cox Band gründete. Ende 2020 lagen die Youtube-Aufrufe bei über 100 Millionen und ihr Kanal hatte über 450.000 Abonnenten. Ihren Musikstil bezeichnet Cox als Southern Hard Blues und sich selbst als Badass Rock´n´Roll Lady [ Quelle: Wikipedia ]

Stil: Hardrock-Blues

Mein Hörtip: Fire Fire, Looking upside down

Wertung: 👍👍👍👍👍

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0:03:52    Fire Fire
0:03:15    Bad Luck Blues
0:03:52    Last Breakdown
0:04:10    Looking Upside Down
0:04:44    Just Another Game
0:04:05    Here's To War
0:03:20    Freaking Out Loud
0:04:44    As I Am
0:04:54    River
0:04:06    Letters To The Otherside


Sonntag, 11. April 2021

Broilers - Santa Muerte Live Tapes (2012)


eindeutig die bessere Punk Band aus Düsseldorf. Nicht solche Kommerz Nutten wie die Toten Hosen, die ihre guten Zeiten schon ewig hinter sich haben und nur noch Komerzmüll machen. Nicht so die Broilers. Genauso frisch, roh, laut aber auch poetisch und manchmal etwas pathetisch, wie in ihren Anfangstagen ist das hier quasi eine Best-of Platte, Live in Deutschland bei ihrer Santa Muerte Tour 2012 aufgenommen.

Zur Band: 1992 gründeten Sammy Amara und Andi Brügge eine Band, aus der zwei Jahre später die Broilers entstanden. Diese integrierte neben den Punkrock-Roots auch Einflüsse der traditionellen, antirassistischen Skinhead- sowie Rudeboy-Szene in ihren Sound. Wie in der Oi!-Szene recht verbreitet, wählte man einen Bandnamen, der die Buchstabenkombination oi enthält. 1996 nahm die Band ihre erste Drei-Song-EP Schenk mir eine Blume auf. Ein Jahr später erschien das Debütalbum, es folgten drei weitere Longplayer, zwei EPs und die Entwicklung über die Oi!-Szene hinaus. Spätestens seit der Veröffentlichung des Albums Vanitas im Jahr 2007 versteht sich die Band nicht mehr als Oi!-Punkband, sondern hat einen deutlichen Schritt in Richtung Rockabilly gemacht. Gesang, Gitarre - Sammy Amara (seit 1992); Gitarre - Ronald „Ron“ Hübner (seit 2001); Schlagzeug - Andreas „Andi“ Brügge (seit 1992); E-Bass - Ines Maybaum (seit 1995); Keyboard, Piano, Orgel - Christian „Chris“ Kubczak (seit 2006) [ Quelle: Wikipedia]

Stil: Post-Punk, Rockabilly, Oi!

Mein Hörtip: In 80 Tagen Um Die Welt, Meine Sache

Wertung: 👍👍👍👍

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CD1

0:02:35    Preludio: Santa Muerte
0:03:00    Zurück Zum Beton
0:03:32    Harter Weg (Go!)
0:02:42    Paul Der Hooligan
0:02:42    Geboren Zu Gewinnen
0:02:53    Tanzt Du Noch Einmal Mit Mir?
0:03:38    Alles Was Ich Tat
0:03:21    In Ein Paar Jahren...
0:03:31    Heute Schon Gelebt
0:04:03    Vanitas
0:03:41    Held In Unserer Mitte
0:03:10    Anti, Anti, Anti
0:03:17    Wie Weit Wir Gehen
0:06:24    Zusammen
0:05:35    Vom Scheitern (The World Is Yours, Nicht!)
0:02:29    Dumm & Glücklich

CD2

0:06:02    In 80 Tagen Um Die Welt
0:02:57    Alles Geht Weiter
0:03:15    Ich Sah Kein Licht
0:03:52    Weckt Die Toten
0:03:59    Weisses Licht
0:04:05    Warte Auf Mich
0:03:41    (Ich Bin) Bei Dir
0:04:00    Ruby Light & Dark
0:03:41    Nur Die Nacht Weiß
0:03:50    33 RPM
0:03:19    Cigarettes & Whiskey
0:03:17    Lofi
0:03:48    Singe, Seufze & Saufe
0:05:22    Meine Sache
0:04:02    Blume


Saint Lu - Saint Lu (2009)


Österreich nun wieder! Das ist doch mal ein Album. Bester moderner Blues. Leider quäkt und knödelt Frau Gruber zuweilen etwas. Ist halt ihre Stimme. Wenn das nicht wäre und sie eine Oktave tiefer käme, wären es glatt 5 Daumen hoch. So bleibts bei vier. Damit kommt ihr Erstling doch eigentlich gut weg. Andere Bands setzen nach einem Single Hit das erste Album schon in den Sand. Und: andere quäken und knödeln bis heute (Anastacia) und haben (trotzdem) eine Weltkarriere hingelegt.
Ich würde mal wieder sagen: unbedingt reinhören.

Zur Band: Saint Lu (* 27. Juni 1984 in Wels; eigentlich Luise Gruber) ist eine österreichische Singer-Songwriterin. Sie selbst bezeichnet ihren Stil als Soul 'n' Roll. Gruber ging nach dem Abitur für anderthalb Jahre als Au-Pair nach Austin, Texas, und lebte danach ein halbes Jahr in New York City. Sie kehrte anschließend nach Österreich zurück, wo sie eine staatliche Schauspielschule besuchte. [ Quelle: Wikipedia ]

Stil: Blues-Rock

Mein Hörtip:

Wertung: 👍👍👍👍

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0:04:00    Don't Miss Your Own Life
0:03:48    Rockstar Car
0:03:27    Love Song
0:04:19    Ankle-Biter
0:03:18    Here I Stand
0:03:56    What Is That Love?
0:03:34    All That I Ever Wanted
0:03:41    All In One [Multifunctional Mum]
0:03:23    I Say Yeah, You Say No
0:03:41    Memory
0:02:11    Mister Blow


Shakura S'aida - Brown Sugar (2010)


   
was für ein Blues Brett! Nach erneutem Reinhören, musste ich feststellen, daß mir nicht bewusst ist, was ich teilweise für Schätze habe, die einfach so im Verborgenen lauert.  Ich glaub ich muss mir sofort die erste und die dritte Scheibe von ihr holen. Diese, ihre zweite, macht jedenfalls Lust auf mehr - noch mehr davon. Mit zwei Ausnahmen hat sie alle Songs selbst geschrieben. Respekt, daß es sowas heute noch gibt, wo doch so viel und gerne gecovert wird.
unbedingt reinhören! Wenn man Blues mag.

Zur Band: geboren in Brooklyn, lebte zeitweise in der Schweiz, lebt heute in Kanada.

Stil: Blues

Mein Hörtip: Mr. Right, gonna tell my baby

Wertung: 👍👍👍👍👍

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0:04:29    Mr. Right
0:04:29    Walk Out That Door
0:05:59    Gonna Tell My Baby
0:04:55    (Did It) Break Your Heart
0:05:16    Angels On High
0:03:53    Chasing The Sun
0:04:34    Missing The Good And The Bad
0:03:00    Sweet Spot
0:03:49    Brown Sugar
0:05:04    This Is Not A Love Song
0:04:14    Anti Love Song
0:05:07    Outskirts Of Memphis


Sisters of Mercy - Vision thing (1990)


sehr ordentliches Rock Album, welches inzwischen die Gruft-Etage verlassen hat und auch mal im Hard-Rock Stockwerk Station gemacht hat ("Vision thing"). Bei Detonation Boulevard - wurde da nicht bei ziemlich doll bei Lou Reed geklaut (Dirty Boulevard) Einige weitere Highlights. Sound-Qualität ist gut. Ausdrückliche Empfehlung

Zur Band: Zur Band: Gegründet wurden The Sisters of Mercy 1980 in Leeds von Andrew Eldritch (eigentlich Andrew William Harvey Taylor) und Gary Marx (eigentlich Mark Pearman), die sich im F-Club in Leeds trafen und Musik machen wollten. Gary Marx war mit Instrumenten vertraut, während Andrew Eldritch eigenen Angaben zufolge mehr schlecht als recht Schlagzeug spielen konnte. Beide aber wollten sich selber im Radio, in der John Peel Radio Show hören. So entstand mit minimalem Equipment die erste Single Damage Done / Watch / Home of the Hit-Men in einer Auflage von 1000 Stück. Beim Gesang wechselten sich Eldritch und Marx ab. Gitarre und Bass wurden von Marx gespielt, während Eldritch am Schlagzeug saß und so schlecht spielte, dass er während der Aufnahmen die Stöcke fallen ließ. Auch das markante Merciful-Release-Logo in Anlehnung an eine Abbildung aus Gray’s Anatomy entstand zu dieser Zeit. Außerdem gründeten sie damals ihr eigenes Label, Merciful Release, das bis heute besteht. Nachdem John Peel in seiner Radiosendung das Stück Damage Done gleich zweimal spielte, verkaufte sich die erste und einzige Auflage fast komplett. 1981 trafen sich Eldritch und Marx nochmals, um „richtig anzufangen“. Marx blieb an der Gitarre und wurde durch den neu dazugestoßenen Benn Gunn unterstützt. Craig Adams (später The Mission, The Cult, heute bei The Alarm) übernahm den Bass. Doktor Avalanche, ein Schlagzeugcomputer des Modells Boss DR 55, vervollständigte die Band. Somit blieb Eldritch „zwangsläufig“, wie er sagte, nur der Gesang. Seitdem schrieb Eldritch auch sämtliche Texte und einen Großteil der Musik. 1981 fand auch das erste Konzert der Band am 16. Februar im Vanbrugh College in York (England) statt. 1982/1983 veröffentlichten sie ihre ersten Stücke, darunter Body Electric, Alice und Temple of Love. Die Band wurde recht schnell populär und im August 1983 wurden die ersten Konzerte außerhalb Großbritanniens in Belgien, den Niederlanden, West-Deutschland und den USA gespielt. [Quelle: Wikipedia]

Stil: Hardrock, Rock

Mein Hörtip: Vision thing, More, when you don't see me

Wertung: 👍👍👍👍👍

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0:04:36    Vision Thing
0:05:25    Ribbons
0:03:49    Detonation Boulevard
0:04:36    Something Fast
0:04:51    When You Don't See Me
0:04:39    Doctor Jeep
0:08:22    More
0:06:03    I Was Wrong


Sisters of Mercy - Some Girls Wander By Mistake (1992)


„Aus England kommen furchtbar viele entsetzliche Bands, besonders aus London.
Viele von ihnen gehen mit diesem Gequatsche von wegen ‚Wir sind keine Rockband‘ auf die Bühne.
Wir machen das andersrum - gehen einen Schritt vorwärts. Wir sagen: ‚Wir sind eine Rockband.‘ Sehr laut.“
Andrew Eldritch - The Sisters of Mercy

Was für ein Brett! muss man nichts mehr dazu sagen, außer: Haben wollen (wers noch nicht hat). Urquelle des Gruft-Gesangs
Die Achtziger Jahre hatten auch gute Musik, nicht nur diesen Neue-deutsche-Welle Müll.
Dieses Album ist sozusagen ein Best-of-Maxis-Album. Die Soundqualität ist etwas unterirdisch, aber wer mal auf einem Konzert von den Sisters war, weiß, daß das bei entsprechender Lautstärke eigentlich egal ist.

Zur Band: Gegründet wurden The Sisters of Mercy 1980 in Leeds von Andrew Eldritch (eigentlich Andrew William Harvey Taylor) und Gary Marx (eigentlich Mark Pearman), die sich im F-Club in Leeds trafen und Musik machen wollten. Gary Marx war mit Instrumenten vertraut, während Andrew Eldritch eigenen Angaben zufolge mehr schlecht als recht Schlagzeug spielen konnte. Beide aber wollten sich selber im Radio, in der John Peel Radio Show hören. So entstand mit minimalem Equipment die erste Single Damage Done / Watch / Home of the Hit-Men in einer Auflage von 1000 Stück. Beim Gesang wechselten sich Eldritch und Marx ab. Gitarre und Bass wurden von Marx gespielt, während Eldritch am Schlagzeug saß und so schlecht spielte, dass er während der Aufnahmen die Stöcke fallen ließ. Auch das markante Merciful-Release-Logo in Anlehnung an eine Abbildung aus Gray’s Anatomy entstand zu dieser Zeit. Außerdem gründeten sie damals ihr eigenes Label, Merciful Release, das bis heute besteht. Nachdem John Peel in seiner Radiosendung das Stück Damage Done gleich zweimal spielte, verkaufte sich die erste und einzige Auflage fast komplett. 1981 trafen sich Eldritch und Marx nochmals, um „richtig anzufangen“. Marx blieb an der Gitarre und wurde durch den neu dazugestoßenen Benn Gunn unterstützt. Craig Adams (später The Mission, The Cult, heute bei The Alarm) übernahm den Bass. Doktor Avalanche, ein Schlagzeugcomputer des Modells Boss DR 55, vervollständigte die Band. Somit blieb Eldritch „zwangsläufig“, wie er sagte, nur der Gesang. Seitdem schrieb Eldritch auch sämtliche Texte und einen Großteil der Musik. 1981 fand auch das erste Konzert der Band am 16. Februar im Vanbrugh College in York (England) statt. 1982/1983 veröffentlichten sie ihre ersten Stücke, darunter Body Electric, Alice und Temple of Love. Die Band wurde recht schnell populär und im August 1983 wurden die ersten Konzerte außerhalb Großbritanniens in Belgien, den Niederlanden, West-Deutschland und den USA gespielt. [Quelle: Wikipedia]

Stil: Goth Rock

Mein Hörtip: Alice, Temple of Love, 1969, Heartland

Wertung: 👍👍👍👍👍

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Alice

0:03:34    Alice
0:03:40    Floorshow
0:07:10    Phantom
0:02:45    1969

The Reptile House E.P.

0:05:55    Kiss The Carpet
0:05:51    Lights
0:04:44    Valentine
0:03:41    Fix
0:04:49    Burn
0:00:36    Kiss The Carpet (Reprise)

Temple Of Love

0:07:42    Temple Of Love (Extended Version)
0:04:47    Heartland
0:05:57    Gimme Shelter

The Damage Done

0:03:03    The Damage Done
0:03:11    Watch
0:00:34    Home Of The Hit-Men

Body Electric

0:04:18    Body Electric
0:02:57    Adrenochrome

Anaconda / Phantom

0:04:06    Anaconda

Muse - Orgin of symmetry (2001)


das zweite Album von Muse. Da erkennt man schon deutlich wo es hin soll: Alternative-Prog-Rock. Laut, roh, mit Meilenstein-Ambitionen.

Zur Band: Muse [mjuːz] ist eine britische Rockband, die 1994 in Teignmouth, England gegründet wurde. Die Band besteht aus Matthew Bellamy (Gesang, Gitarre, Klavier und Synthesizers), Christopher Wolstenholme (E-Bass, Gesang, Synthesizer) und Dominic Howard (Schlagzeug und Perkussion). Muse verbindet stilistisch Alternative, Hard und Progressive Rock sowie Electronica mit Elementen klassischer Musik zu Rockballaden und wird dem Subgenre New Prog zugeordnet. [ Quelle: Wikipedia ]

Stil: Alternative, Progressive, Electronica

Mein Hörtip: Plug in Baby, Citizen erased, Micro Cuts

Wertung: 👍👍👍👍

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0:06:03    New Born
0:04:12    Bliss
0:06:20    Space Dementia
0:03:20    Hyper Music
0:03:40    Plug In Baby
0:07:19    Citizen Erased
0:03:38    Micro Cuts
0:04:19    Screenager
0:04:47    Darkshines
0:03:19    Feeling Good
0:07:10    Megalomania


Pet Shop Boys - Ultimate (2010)


Sehr guter Überblick über das Werk der Pet Shop Boys.
Haben die eigentlich schon Songs rausgebracht, die keine Hits wurden? Hier jedenfalls sind alle Guten drauf: vom Anfang "West End Girls" über "it's a sin" bis zu einem meiner Lieblinge "Love etc. Natürlich auch das YMCA Cover "Go West"
Und: man MUSS die mal live gesehen haben. Einfach super. Auch so ein Album, welches mit auf die Insel kommt.

Zur Band: Die Geschichte der Pet Shop Boys begann in einem Elektronikladen in der Londoner King’s Road, in dem sich Neil Tennant und Chris Lowe am 19. August 1981 begegneten, als Tennant ein Kabel für seinen ersten Synthesizer kaufen wollte. Tennant erzählte Lowe von diesem Synthesizer und gab ihm seine Telefonnummer. Drei Tage später rief Lowe ihn an und sie trafen sich. Die beiden teilten die Vorliebe für Dance-Music und beschlossen, fortan zusammen Lieder zu schreiben.

Stil: Syntie Pop, Electronica, Electro-Pop

Mein Hörtip: Love Etc., Domino Dancing, Se A Vida Ḗ, It's A Sin

Wertung: 👍👍👍👍👍

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0:04:05    West End Girls
0:04:01    Suburbia
0:05:00    It's A Sin
0:04:20    What Have I Done To Deserve This?
0:03:57    Always On My Mind
0:04:17    Heart
0:04:18    Domino Dancing
0:04:45    Left To My Own Devices
0:04:51    Being Boring
0:04:32    Where The Streets Have No Name (I Can't Take My Eyes Off You)
0:05:02    Go West
0:04:05    Before
0:04:01    Se A Vida Ḗ (That's The Way Life Is)
0:03:20    New York City Boy
0:03:58    Home And Dry
0:03:55    Miracles
0:03:27    I'm With Stupid
0:03:31    Love Etc.
0:03:30    Together


Röyksopp - The Inevitable End (2014)


jeder Track ein Treffer. Mein Lieblings-Album von Röyksopp. Alles drauf, was man über die Band wissen muss: "Monument", "Running to the sea" und natürlich "here she comes again".
"Coupe de Grace" wäre auch schön als Schlussmusik eines Rosamunde Pilcher Films einsetzbar - leider werden die Filme der Qualität dieser Norweger nicht gerecht. "Thank you" hat so ein bischen was von Klatuu. So AutoTune-Vocoder-mäßig, dazu Klavier und eine eingängige Melodie. Schmerzfrei schön: Thank you. "Rong" hat so einen Under-Track, wie man es vielleicht von frühen Kraftwerk erwartet hätte. "Sordid Afair" ist so eine Art Electronica-Romantik Track. Schön.
überhaupt vermitteln Röyksopp hier oft so ein romantischens Wohlfühl-Gefühl. Ein Album, das nicht wehtut, allerdings im positivsten Sinne.

Zur Band: Röyksopp (auch Røyksopp geschrieben; norwegisch für die Pilzart der Boviste; in diesem Fall eher Atompilz) ist eine norwegische Musikgruppe bestehend aus Svein Berge und Torbjørn Brundtland.

Stil: Electronica

Mein Hörtip: Monument, Here She Comes Again, Running to the sea

Wertung: 👍👍👍👍👍

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0:03:47    Skulls
0:04:47    Monument (T.I.E. Version)
0:06:20    Sordid Affair
0:07:35    You Know I Have To Go
0:04:37    Save Me
0:05:49    I Had This Thing
0:02:33    Rong
0:05:02    Here She Comes Again
0:04:55    Running To The Sea
0:06:59    Compulsion
0:03:20    Coup De Grace
0:06:38    Thank You

CD2

0:07:04    Do It Again (Ryxp Version)
0:05:02    Goodnite, Mr. Sweetheart
0:02:20    Caramel Afternoon
0:01:43    Oh No!
0:05:31    Something In My Heart


Röyksopp - The understanding (2005)


ganz tolle Electronica Platte. So toll, daß diverse Tracks gerne in der Fernsehwerbung eingesetzt wurden. paarordentliche Hits sind schon drauf, Allen voran "only this moment". Schön auch der erste Track, der Minimal Music artig anfängt und sich dann steigert. "beautiful day without you" und "Circuit Breaker" kommen so ein bischen Pet Shop Boys mäßig daher. "Follow my ruin" hat anfangs und zwischendurch ganz schreckliche Roto-Toms. Ich dachte immer, das Thema wäre mit "in the air tonight" ein für allemal abgefrühstückt. Allsamt bleibt der Track auf einem erschreckend eintönigen Level - kann weg.

Zur Band: Röyksopp (auch Røyksopp geschrieben; norwegisch für die Pilzart der Boviste; in diesem Fall eher Atompilz) ist eine norwegische Musikgruppe bestehend aus Svein Berge und Torbjørn Brundtland.

Stil: Electronica

Mein Hörtip: Only this moment, what else is there?, Circuit Breake

Wertung: 👍👍👍👍

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0:04:20    Triumphant
0:03:55    Only This Moment
0:05:11    49 Percent
0:04:52    Sombre Detune
0:03:51    Follow My Ruin
0:05:29    Beautiful Day Without You
0:05:17    What Else Is There?
0:05:24    Circuit Breaker
0:08:11    Alpha Male
0:05:23    Someone Like Me
0:05:20    Dead To The World
0:01:23    Tristesse Globale


Roxy Music - Viva ! Roxy ! (1976)


muss man zu Roxy Music eigentlich noch was sagen? Eigentlich nicht. Für die, die sie nicht kennen, oder nur von ihren späteren Machwerken wie "more than this" vom Album Avalon kennen, sei gesagt: schmeisst die Roxy Platten nach 1979 einfach weg.
Aber zu diesem Album: ein genialer Überblick, über die Power der Herren Ferry, Eno, Mackay, Thompson und Manzanera, hier im Live Modus und vielleicht als Abschluß einer Reihe von 5 genialen Alben (Roxy Music, Stranded, For your Pleasure (die mit Amanda Lear auf dem Cover), Country Life, Siren (auf dem Cover Jerry Hall) ) zu sehen. Jeder Track ein Knaller - jeder Track ein Hit.

Zur Band: Roxy Music wurde 1971 von Bryan Ferry, Andy Mackay und Brian Eno in London gegründet. Nachdem die Urbesetzung um Schlagzeuger Paul Thompson und Graham Simpson am Bass erweitert wurde, fanden Roxy Music im ehemaligen Mitglied der Band The Nice, David O’List, einen namhaften Gitarristen, der jedoch bereits wenige Monate später die Band nach Spannungen mit Thompson wieder verließ. Sein Nachfolger wurde Phil Manzanera, der Roxy Music zuvor bereits als Roadmanager unterstützt hatte. In dieser Besetzung wurde das erste Album, Roxy Music, produziert von Peter Sinfield, eingespielt, das im Juni 1972 erschien und in den britischen LP-Charts bereits Platz 10 erreichte. Eine erste Single, Virginia Plain, erreichte im August 1972 Rang 4. Rik Kenton hatte für die Aufnahmen zu dieser Single bereits Graham Simpson am Bass abgelöst, doch blieb dies auch seine einzige Veröffentlichung mit Roxy Music. Sein Nachfolger John Porter arbeitete mit der Band auf den folgenden Tonträgern, der Single Pyjamarama sowie dem Album For Your Pleasure. Musikalisch erweiterte die Band mit diesem Album ihre Rock-’n’-Roll-Nostalgie im Stile der amerikanischen Band Sha Na Na, die 1972 noch das eponyme erste Album gekennzeichnet hatte, bald um Einflüsse aus schmalzigem Canzone-Gesang, serieller Musik, Jazz, Kurt Weill und Velvet Underground zu einer überaus eigenwilligen Mischung. [Quelle: Wikipedia]

Stil: Art Rock, Avantgarde, Glam

Mein Hörtip: ausnahmslos Alle ("Chance meeting" fällt etwas ab, aber genial puristisch)

Wertung: 👍👍👍👍👍 (mindestens, aber mehr gebe ich nicht)

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:04:41    Out of the blue
0:03:40    Pyjamarama
0:07:05    The bogus man
0:03:02    Chance meeting
0:04:56    Both ends burning
0:10:35    If there is something
0:08:25    In every dream home a heartache
0:04:00    Do the strand


Texas - Say What You Want - The Collection (2011)


Das Album gibt einen schönen Überblick über die Musik der Band.
Richtig bekannt geworden sind sie natürlich mit "I don't want a lover", "Inner smile", "Summer son" und "Black eyed Boy". Letzteres ist hier in einer gräslichen, unnötigen Live Version drauf. Hätte nicht gebraucht, denn die Studio Version des Albums "White on Blonde" ist deutlich besser und bringt Sharleens Stimme viel besser. Leider fehlt "every day now" vom Erstling "Southside" - schade.

Unnützes Wissen: Sharleen Spiteri ist auf dem Album Rosenrot (2005) von Rammstein im Duett "Stirb nicht vor mir" (Don’t Die Before I Do) zu hören.

Zur Band: Der Bassist John McElhone (ehemals Altered Images und Hipsway) gründete die Band 1986 in seiner Heimatstadt Glasgow. Mit der Sängerin Sharleen Spiteri, dem Gitarristen Alistair McErlaine und dem Schlagzeuger Stuart Kerr war die erste Besetzung vollständig. Das erste Konzert gaben Texas im März 1988 an der University of Dundee. Frühere Kontakte McElhones zu Mercury Records führten zu einem Plattenvertrag mit dem Label.
Im Januar 1989 erschien mit I Don’t Want a Lover die erste Single der Band, die Platz acht der britischen Charts erreichte. Das Debütalbum Southside wurde im März 1989 veröffentlicht und verkaufte sich weltweit rund zwei Millionen Mal. Es folgte eine Tournee durch Europa und im Juli 1989 die Veröffentlichung des Albums in den USA. Der Schlagzeuger Stuart Kerr verließ bereits 1990 die Band, für ihn kam Richard Hynd. Zugleich wurde der Live-Keyboarder Eddie Campbell festes Mitglied von Texas. (Quelle: Wikipedia)

Stil: Rock

Mein Hörtip: I Don't Want A Lover, Inner Smile, Summer Son, black eyed Boy

Wertung: 👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:03:53    Say What You Want
0:03:49    Inner Smile
0:05:00    I Don't Want A Lover
0:04:04    Summer Son
0:04:16    Black Eyed Boy (Live From The Texas / Paris DVD)
0:04:07    Sleep
0:03:48    Getaway (Acoustic Version)
0:04:51    Insane (BBC Radio 1 / Mary Ann Hobbs Show May '97)
0:04:03    I'll See It Through
0:04:14    In My Heart
0:04:18    So In Love With You (BBC Radio 1 / Live Session January '94)
0:03:37    Fight The Feeling
0:03:55    Breathless
0:04:06    In Our Lifetime
0:03:28    Prayer For You (BBC Radio 1 / Richard Skinner March '89)
0:04:09    Halo
0:04:33    Put Your Arms Around Me
0:04:26    In Demand
0:03:44    So Called Friend


Samstag, 10. April 2021

Fisher Z - Going red for a salad (the UA years) (1990)


Limbo? LIMBO!

Ein Album, um einen guten Überblick, die erfolgreichsten Jahre der Band zu haben. Da ist alles drau, für das Fischer Z bekannt wurden: Berlin, Marlise, the worker, room service
immer wieder werden politische Themen angesprochen und verarbeitet, bedeutend natürlich "Berlin" und "the worker". "Cruise Missiles" ist hier völlig unverständlicherweise nicht drauf, dabei war es Anfang der 80er DAS Thema, was auch Fischer Z aufgegriffen hat und klar Stellung bezogen hat:

They're building shelters for the privileged.
There won't be room for you and me.
So read your pamphlets of precautions.
They'll make you laugh until you see that those

Cruise missiles - We're living near those
Cruise missiles - We're sitting on these
Cruise missiles - They're not five years away

 They claim the ultimate solution.
To all the problems that we face.
It's pointing rockets at the Russians.
And hope they don't end up in Greece.

All those

Cruise missiles - We're looking for those
Cruise missiles - We're standing near those
Cruise missiles - They're not 5 miles away

Zur Band: Fischer-Z ist eine britische Rockgruppe um den Sänger, Gitarristen und Dichter John Watts. Sie gilt als eine der populärsten Bands des New Wave Ende der 1970er und in den beginnenden 1980er Jahren. 1982 löste Watts Fischer-Z vorübergehend auf und startete eine Solokarriere unter eigenem Namen. 1987 reaktivierte er den Namen Fischer-Z. Diesen Formationen gehört allerdings außer Watts kein weiteres Gründungsmitglied mehr an.
Fischer-Z feierte Erfolge in ganz Europa und verkaufte mehr als zwei Millionen Alben. Fischer-Z hat bis jetzt 19 Alben herausgegeben und rund 3.000 Konzerte gespielt.

Stil: New Wave

Mein Hörtip: Berlin, Marlise, the worker, room service, Limbo, crazy girl, Battalions of strangers

Wertung: 👍👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:05:00    So long
0:02:41    Acrobats
0:03:35    The worker
0:02:45    Wax dolls
0:03:37    Remenber russia
0:03:31    Going deaf for a living
0:03:43    Room service
0:03:58    Pretty paracetomal
0:03:51    Marliese
0:02:09    You’ll never find Brian here
0:04:33    Berlin
0:05:04    Battalions of strangers
0:03:48    Bathroom scenario
0:02:48    Wristcutters lullaby
0:04:27    Crazy girl
0:03:46    One voice
0:02:56    Involuntary movement
0:03:42    Mayday mayday
0:03:51    I smelt roses (in the underground)
0:02:16    Limbo

Faith no more - Who cares a lot? - the Greatest Hits (1998)


guter Überblick über die Hits aus ihren Studioalben: von "Epic" bis "we care a lot" über "Midlife Crisis" bis "Last cup of Sorrow" und natürlich die Mega-gute Coverversion "Easy" vom Superhit von Lionel Ritchie.

Zur Band: Die Musiker gelten als Gründerväter und eine der wichtigsten Bands des Crossover, da sie verschiedene Musikstile wie Artrock oder Funk mit Metal und Hardcore Punk verschmolzen. Nachdem sich die Band 1998 zunächst aufgelöst hatte, arbeiten die Musiker seit 2009 wieder zusammen.
Faith No More erlangten vor allem Berühmtheit durch ihre Extravaganz. Ihr Stil wechselte bei nahezu jedem Album. Zu Beginn ihrer Laufbahn spielten sie noch eine harte Version von Post-Punk im Stil von Killing Joke. Nach dem Einstieg von Mike Patton dominierten die Elemente Metal und Funk, weshalb ihr Stil anfangs als Funk Metal bezeichnet wurde. Später kamen immer mehr Elemente hinzu, andere gingen wieder verloren. Von Soul und Easy Listening bis Hardcore Punk, Industrial Rock und Weltmusik-Elementen wurde die Bandbreite ergiebig ausgeschöpft. Es wurden sogar klassische Elemente und Filmmusik ins Klangspektrum der Band einbezogen.

Stil: Alternative, Funk, Metal, Crossover

Mein Hörtip: Epic, Midlife Crisis, A Small Victory, Easy, Last Cup Of Sorrow, We Care A Lot

Wertung: 👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:04:04    We Care A Lot (Original Version)
0:01:33    Introduce Yourself
0:03:21    From Out Of Nowhere
0:04:52    Epic
0:05:12    Falling To Pieces
0:04:17    Midlife Crisis
0:04:55    A Small Victory
0:03:07    Easy

CD2

0:03:04    Digging The Grave
0:03:29    Gentle Art Of Making Enemies
0:04:54    Evidence
0:03:00    I Started A Joke
0:04:09    Last Cup Of Sorrow
0:03:36    Ashes To Ashes
0:04:30    Stripsearch

Faithless - Reverence (1996)


Großartiges Album. Epochal. Zeitlos. Meilenstein. Aber nicht das beste Album von Faithless.

Natürlich mit dem Dancefloor Kracher Insomnia. Flowerstand Man klingt bischen wie Dido. Drifting away fängt an wie eine Opernarie und gleitet dann via Electronica zum Trip-Hop. Angeline - ein furchtbarer Track

Zur Band: Faithless ist eine britische Musikergruppe, deren Musik von einem Bandmitglied als Kreuzung zwischen Trip-Hop und Dance beschrieben wird und auch Einflüsse von Trance aufweist. Gegründet wurde Faithless von Maxi Jazz, Sister Bliss und Rollo.

Stil: Trip-Hop, Dance, Electronica

Mein Hörtip: Insomnia, Salva Mea, Drifting away

Wertung: 👍👍👍👍 
(grade noch)

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:07:43    Reverence
0:04:02    Don’t leave
0:10:47    Salva Mea
0:04:17    If lovin’ you is wrong
0:03:45    Angeline
0:08:39    Insomnia
0:03:05    Dirty ol’ man
0:03:22    Flowerstand man
0:02:55    Baseball Cap
0:04:09    Drifting away

Sophie B. Hawkins ‎– Tongues And Tails (1992)


schönes Erstlings-Werk, welches 1992 sogar mit einer Grammy Nominierung für "Best NEw Artist" honoriert wurde. Einfach gut zu hören. Damn I wish I was your Lover war natürlich der MEga Hit der Platte. Nicht zu vergessen sei aber auch ihre Version von "I want you", welches ja bekanntermaßen aus der Feder von Bob Dylan stammt.
Ich habe sie mal in Berlin live gesehen. Dort spielte sie, wie wohl meistens, diverse Instumente (Gitarre, Keyborard, Klavier, Percussion) selbst. Ein schönes, ruhiges, wertvolles Konzert.
California here I come ist vielleicht etwas übertrieben monumenta instrumentiert. Dafür hat "Mysteries we understand" etwas Rap-artiges

Zur Band: Sophie Ballantine Hawkins (* 1. November 1964 in New York) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin.

Stil: Singer / Songwriter

Mein Hörtip: Damn I wish I was your lover, I want you, California here I come

Wertung: 👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:05:23    Damn I wish I was your lover
0:04:38    California here I come
0:04:40    Mysteries we understand
0:04:45    Saviour Child
0:04:35    Carry me
0:05:16    I want you
0:04:58    Before I walk on fire
0:04:49    We are one body
0:03:31    Listen
0:04:13    Live and let love
0:05:32    Don´t stop swaying

Freitag, 9. April 2021

Herb Alpert & the Tijuana Brass - (The Very Best) 16 Greatest Hits (1986)


was soll man dazu sagen? Pflicht in jeder Sammlung bringts wohl auf den Punkt. Kommt natürlich auch mit auf die Insel.
Auf dieser Platte sind praktisch nur Kracher drauf. Wer kennt nicht Tijuana Taxi, Zorba the Greek, Casino Royal, A Walk In The Black Forest, Hello Dolly oder Acapulco 1922? Gehört hat es jeder schon mal.

Im Jahr 1968 kam dann sein erster Vokalhit "This Guy’s in Love with You" heraus, der am 22. Juni 1968 den ersten Platz der US-Singlecharts erreichte und diesen Platz vier Wochen hielt.[3] Nach dem Bruch mit der Tijuana Brass Band wurde es still um Herb Alpert bis zum Comeback mit dem Album Rise, das es 1979 in die Charts schaffte, und die ausgekoppelte Single Rise wurde sein erster Instrumentalhit auf Platz eins der Charts. (Quelle: Wikipedia)

Zur Band: Alpert wuchs in West Los Angeles in einer kleinen jüdischen Siedlung auf. Er hatte mit seiner Band The Tijuana Brass in den 1960er Jahren einige große Instrumentalhits. Der erste Erfolg war The Lonely Bull 1962, gefolgt von Tijuana Taxi, Spanish Flea, A Taste of Honey, Zorba the Greek und anderen. Alpert gilt als Schöpfer des Tijuana-Brass-Sounds, bei dem traditionelle mexikanische Spielweise mit Jazz und Funk verbunden werden. (Quelle: Wikipedia)
geboren 1935 - der Mann lebt noch und tritt sogar sporadisch (leider nur) in Las Vegas auf .

Stil: Tijuana-Brass-Sounds, Mariachi, Funk

Mein Hörtip: ALLE !

Wertung: 👍👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:02:43    A Taste Of Honey
0:02:05    Tijuana Taxi
0:04:25    Zorba The Greek
0:02:18    What Now My Love
0:03:55    This Guy´s In Love With You
0:02:35    Casino Royal
0:02:38    Cabaret
0:02:10    A Banda
0:02:29    The Lonely Bull (El Solo Toro)
0:02:07    Spanish Flea
0:02:33    Whipped Cream
0:02:06    South Of The Border
0:02:35    The Girl From Ipanema
0:01:48    A Walk In The Black Forest
0:01:55    Hello Dolly
0:02:38    Acapulco 1922

J. Geils Band - Live "Full House" (1972)


eine absolute Pflicht Platte für jeden, der eine Ahnung haben will, was RnB ist. Seit ich sie habe (seit ca 1974) gefühlt 10.000 mal gehört, zählt sie zu meinen absoluten Lieblingsplatten und auf jeden Fall zu denen, die mit auf die einsame Insel müssen.

Kraftvoll bis brachial. Irre, was "Magic Dick" aus der Mundharmonica rausholt. John Lee Hookers Meisterstück Serve You Right to Suffer kommt hier zu neuen Ehren. "Full House" ist ein Klassiker, den man einfach besitzen muss, denn Rock'n Roll, Blues und Live-Power einer Band in dieser Güte gab es damals wenig. Leider ist die Platte recht kurz.

Zur Band: Die Gruppe begann als akustisches Blues-Trio Mitte der 1960er Jahre mit dem Sänger und Gitarristen John Warren „J.“ Geils, Bassist Danny Klein (Dr. Funk) und Mundharmonikaspieler Richard Salwitz (Magic Dick). Als Geils für einige Semester am Worcester Polytechnic Institute studierte, firmierte die Gruppe erst unter dem Namen Snoopy & the Sopwith Camels. 1967 stießen der schnell sprechende, ehemalige DJ Peter Wolf, der zum Sänger der Band wurde, und Schlagzeuger Stephen Jo Bladd, beide aus Boston, hinzu und die Gruppe spielte fortan einen elektrischen R&B. Organist Seth Justman vervollständigte 1968 die Gruppe, die 1970 bei Atlantic Records unter Ahmet Ertegün unterschrieb. (Quelle: Wikipedia)

Stil: Rhythm and Blues, später Komerz-Pop

Mein Hörtip: Whammer Jammer, Serves You Right to Suffer, Looking for a Love

Wertung: 👍👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:03:56    First I Look at the Purse
0:02:34    Homework
0:01:41    Pack Fair and Square
0:02:21    Whammer Jammer
0:04:23    Hard Drivin' Man
0:09:32    Serves You Right to Suffer
0:03:32    Cruisin' for a Love
0:04:55    Looking for a Love

New Order - Get Ready (2001)


Eine Art Come-Back Platte, seit 1993 "Republic" rauskam. Zurück in alter Form, zeigts uns der Ur-Vater des Knie-Basses mal wieder. Etwas in die Jahre gekommen, erklingen hier die Protagonisten des Post-Punk/Electronica Schönklangs, die die Erweiterung des Pop-Horizonts mittels verstärktem Gitarreneinsatz suchen.
Billy Corgan (Smashing Pumpkins) als Gast-Sänger in "Turn My Way"

Nicolette Krebitz ist nun ein Covergirl.
Heute erklingt "Get Ready" aus Manchester und man sollte jetzt sofort zum CD-Regal laufen, um zwischen Manic Street Preachers und Oasis Platz für die Väter zu schaffen.

Zur Band: New Order ist eine englische New-Wave- und Post-Punk-Band, die 1980 in Manchester gegründet wurde. Die Band trat die Nachfolge von Joy Division an, deren Mitglieder damals vereinbart hatten, nicht mehr unter diesem Namen aufzutreten, falls ein Mitglied die Band verlassen sollte. Als sich im Mai 1980 der damalige Frontsänger Ian Curtis das Leben nahm, lösten die drei verbliebenen Bandmitglieder aus Respekt ihr Versprechen ein und formierten sich unter dem Namen New Order neu.
ei New Order übernahm Gitarrist Bernard Sumner (früher: Bernard Albrecht, bzw. Bernard Dicken) die Rolle des Frontsängers. Komplettiert wurde die Bandbesetzung durch Peter Hook (Bass) und Stephen Morris (Schlagzeug), die beide ebenfalls zu Joy Division gehört hatten, ergänzt um die neu hinzugestoßene Gillian Gilbert (Keyboards). Im Rahmen der Tour 2001 wurde erstmals Phil Cunningham (Keyboards, Gitarre) eingesetzt.

Stil: New Wave, Post-Punk

Mein Hörtip: Crystal, 60 M.P.H.

Wertung: 👍👍👍👍

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0:06:49    Crystal
0:04:33    60 M.P.H.
0:05:04    Turn My Way
0:05:39    Vicious Streak
0:05:41    Primitive Notion
0:04:52    Slow Jam
0:04:10    Rock The Shack
0:05:40    Someone Like You
0:04:11    Close Range
0:03:55    Run Wild

Deliquent Habits - Here come the Horns (1998)


abgefahrene HipHop Platte mit Latin oder sogar Mariachi Einflüssen. Sprechgesang-lastig wie im HipHop üblich aber durchaus hörenswert - wer HipHop mag.

Zur Band: Delinquent Habits ist eine 1991 von Kemo the Blaxican, Ives Irie und DJ O.G. Style gegründete Hip-Hop-Gruppe aus Los Angeles, die vor allem für ihren Latin-Hip-Hop-Stil bekannt sind. (Quelle Wikipedia)

Stil: Latin HipHop

Mein Hörtip: Here come the Horns, Western Ways

Wertung: 👍👍👍👍

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0:00:27    Intro
0:03:11    This is L.A.
0:04:17    It’s the Delinquentes
0:03:36    1 Adam 12
0:03:34    Think you’re bad
0:04:06    Her come the horns
0:04:09    Western was
0:04:21    Shed a tear
0:04:13    Wallah
0:05:08    Orphan of the industry
0:04:36    Life is a struggle
0:04:43    Super DJ (Rock the house party)
0:03:27    Life I live
0:05:25    Get up, get on it
0:04:03    No identity


Kitty Daisy and Lewis - Kitty Daisy and Lewis (2008)


Nachdem ich sie im Fernsehen gesehen habe, war ich gleich begeistert. Soviel Musikalität - phantastisch, aber bei den Eltern kein Wunder. Erfrischend Anders. Tolle Interpretatione von "Going up the Country" Und daß die drei damals fast noch Kinder waren, hörtman beim besten Willen nicht. Im Gegenteil: die Mädchen haben gradezu rauchige Blues Stimmen wie Erwachsene.

Zur Band: Es ist eine dreiköpfige,britische Band bestehend aus den Geschwistern Kitty, Daisy und Lewis Durham. Alle drei Geschwister sind Multiinstrumentalisten und spielen u. a. Schlagzeug, Gitarre, Ukulele, Kontrabass, Posaune, Akkordeon oder auch Mundharmonika. Beeinflusst vom Musikgeschmack ihrer Eltern Ingrid Weiss (Ex-Schlagzeugerin bei The Raincoats) und Graeme Durham musizierte die gesamte Familie im eigenen Haus im Londoner Stadtteil Kentish Town. 2002 kam es zu ersten gemeinsamen Auftritten in örtlichen Clubs. Kitty, Daisy und Lewis waren zu diesem Zeitpunkt noch Teenager. Auf der Bühne begleitete das Trio ihre Mutter Ingrid Weiss am Kontrabass und ihr Vater Graeme Durham an der Gitarre, während Kitty, Daisy und Lewis sich an den anderen Instrumenten und auch am Mikrofon abwechselten. (Quelle Wikipedia)

Stil: Die Musik der Band ist inspiriert von R’n’B, Swing, Blues, Country und Rock’n’Roll der 1940er und 1950er Jahre.

Mein Hörtip: Going up the Country, Ooo Wee, (Baby) Hold me tight

Wertung: 👍👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:03:17    Going Up The Country
0:04:08    Buggin' Blues
0:02:57    Polly Put The Kettle On
0:02:04    Honolulu Rock-A Roll-A
0:03:35    I Got My Mojo Working
0:02:40    Mean Son Of A Gun
0:03:15    Hillbilly Music
0:03:15    Mohair Sam
0:02:45    Ooo Wee
0:01:58    Swinging Hawaii
0:04:14    (Baby) Hold Me Tight
0:05:22    Say You'll Be Mine
0:02:44    Ride

Donnerstag, 8. April 2021

Greetings from Tuskan - the love from Afar (2013)


Für manchen sehr monoton, trotzdem zu empfehlen.

eine wunderbare Platte. Melancholische Minimal Music. Ideal um runterzukommen oder zum Entspannen. Hat was Geheimnisvolles, nicht-zu-Greifendes, spärlich mit Klavier / E-Piano und Drummachine intoniert.

Zur Band: Joëlle Phuong Minh Lê kommt aus Belgien und ist die Künstlerin hinter dem Namen "Greetings fron Tuskan" Sie war die andere Hälfte des Duos "Bike for Three!" mit dem Kanadischen Indie Rap Original Buck 65.

Stil: Minimal Music, Electronica

Mein Hörtip: Vestal Adoration, I Kissed The Boy

Wertung: 👍👍👍👍👍

mehr Informationen dazu auf meiner Seite

0:03:28    Vestal Adoration
0:03:33    It's Happening
0:04:32    A Stellar Ascent
0:03:55    To Hold Your Hands
0:04:07    I Wish I Was Stronger
0:04:11    Hold Me Tight
0:03:20    Listen To My Dream. Together. In Apnea.
0:04:00    I Kissed The Boy
0:03:13    Melancholia
0:03:49    The One I Lost
0:04:19    The Unreached Kiss
0:04:26    Come Close & Whisper

Wyclef Jean (13.12.2001)

Mit Gitarre auf der Flucht
Entertainment nach dem Dancehall-Prinzip: Wyclef Jean rockte in Berlin sein Publikum mit Pop-Zitaten und Reggae-Rezitationen bis zur Erschöpfung und ohne Rücksicht auf Coolness-Parameter

von Tobias Rapp

Wie geil war das denn? Einigermaßen erschüttert stand man nach dem Konzert vor der Berliner Columbiahalle, ließ tuschelnde Mädchen ("so n Süßer") und fachsimpelnde Jungs ("kannste sagn, was de willst, Wyclef bringts") an sich vorbeiziehen und sah vor dem inneren Auge schon das Zeitungsfoto von dem Bild, das sich einem gerade eben noch geboten hatte: Die Saalbeleuchtung war schon angeschaltet, weil die Veranstalter nun endlich Schluss machen wollten. Doch Wyclef Jean saß auf dem Rand des Mischpults mitten in der Halle, um noch einmal seinen Hit "911" zu spielen, während die Sängerin Sarah Connor als seine Duettpartnerin auf der gegenüber liegenden Seite des Saals auf der Absperrung vor der Bühne saß und ihren Part sang, beide umringt vom Publikum wie bei einer Erweckungsmesse.

Man muss sich Wyclef Jean als den einzigen ernsthaften Konkurrenten von Puff Daddy vorstellen. Wie jener ist er Produzent, Rapper, Musiker, Perfor-mer, Chartsbeherrscher und Superstar in einer Person. Im Unterschied zu Puff Daddy ist er aber vor allem eins: ein Entertainer vom Schlage eines Robbie Williams. Und es gibt noch einen Unterschied, den Wyclef selbst so zusammenfasste: "If you want jewellery, listen to Puff Daddy. If you want vanity, listen to Jay-Z. If you want reality, listen to Wyclef." Und bei allem der Konzertdramaturgie geschuldeten Pathos: Es stimmte.

Das Konzert dauerte drei Stunden: Man bekam also was für sein Geld. Wyclef rockte die Columbiahalle sogar so sehr, dass das Publikum am Ende vor Erschöpfung kaum noch Beifall klatschen konnte. Dafür benutzte er so ziemlich alles, was im musikalischen Unterbewussten des Publi-kums an latenten oder manifesten Erinnerungsresten herumdümpelt, ohne Rücksicht auf irgendwelche Coolness-Parameter. Spätestens als der den Actionfilmschauspieler Steven Seagall, der gerade in Berlin einen Film dreht, als Gastsänger auf die Bühne holte, um mit ihm zusammen Bob Marleys "Redemption Song" zu covern, dachte man sich: Boah, echter als die Realität. Und er vergaß auch nicht, immer wieder darauf hinzuweisen, dass da draußen ein Krieg tobt und wem ein mieses Grenzregime die Bewegungsfreiheit einschränkt. Mehr Realität geht nicht.

Aber der Reihe nach. Wenn man sich anschaute, wie Wyclef Jean sich in den vergangenen Jahren inszenierte, so fiel vor allem eins auf: seine Gi-tarre. Wenn er sich in einem alten Fugees-Videoclip von der haitianischen Polizei in die Wälder jagen ließ, hatte er sie über der Schulter. Wenn er in einem anderen Video durch eine Flughafenabfertigungshalle lief, hatte er sie im Arm. Und auch wenn er Mary J. Blige ein Liebeslied vorsang, spielte er Gitarre. Sehr ungewöhnlich für einen Rapper. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, Wyclef wolle sich als eine Art postmoderner Wanderprediger inszenieren, als Wiedergänger der alten Bluessänger, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in den USA übers Land zogen und ihre Lieder sangen. Gleichzeitig spielte er natürlich auch auf die Gitarre als Instrument der Bürgerrechtsbewegung an, wo sie Symbol für die künstlerische Selbstermächtigung war - dafür, immer und überall selbst spielen zu können.
Erstaunlicherweise spielte die Gitarre bei seinem Konzert aber keine zentrale Rolle. Trotzdem war das Prinzip das Gleiche. Wenn die alten Blues-sänger ein riesiges Repertoire an Songs im Kopf hatten, das sie je nach Situation einsetzen oder mit Variationen versehen konnten, so hatte Wyclef neben seiner Gitarre eben noch seine Band, einen DJ und eine illustre Reihe von Gästen. Und genau wie die Bluessänger triggert er zielsicher das Unbewusste seines Publikums an.

So funktionierte die ganze Show eigentlich nach einem Dancehall-Prinzip: Ganz viele Stücke anspielen, drübersingen, und wenn es am besten ist, wieder aufhören und neu anfangen oder etwas anderes machen. Wyclef ließ den Hooligan-HipHop-Klassiker "Jump Around" auflegen, der in seinen eigenen Hit "Fugee-La" überging, um auch das wieder abzubrechen und einen Freestyle-Rap anzuschließen, der schließlich in "Johnny B. Goode" überging. Und wie es nur jemand kann, der sich seiner musika-lischen Fähigkeiten vollkommen sicher ist, lud Wyclef permanent Leute aus dem Publikum auf die Bühne, schmiss den geplanten Ablauf um und verließ die Bühne, um quer durch den Saal zu wandern.
Schließlich verfiel er in einer Art Reggae-Rezitativ und erzählte, das Problem in Manhattan sei, dass jeder Zehnte aussehe wie Bin Laden: Auch er selbst werde wegen seines haitianischen Passes immer wieder am Flughafen kontrolliert. Und als er schließlich in der ersten Klasse seines Fliegers gesessen habe, habe er ständig auf die Cockpittür geschaut, weil auch er Angst habe, es könne etwas passieren. Dann wiederholt er die Geschichte so oft wieder von vorne, bis er das Gefühl hat, das Publikum habe nun verstanden, worauf er hinauswill.

taz Nr. 6627 vom 15.12.2001, Seite 17


Kühle Brise aus der Rastalocke
Die hohe Kunst des Recyclings: Wyclef Jean
Von Michael Pilz

«Guantanamera» spielt er auch. Das alte Schunkellied, die Hymne der WGs. Zuvor zerrt Wyclef Jean einen bedauernswerten Menschen aus dem Publikum. Der Mann trägt einen Strickpullover und ergrautes Haar. In ihm also sieht Wyclef seinen ideellen deutschen Fan. Auf ein Zeichen hin beginnt Herr Mustermann wie wild zu tanzen. Eine halbe Stunde später holen Ordner eine brave Frau herbei, sie tänzelt kichernd in der Bühnenecke. Es gibt niemanden zurzeit, der mehr an seine Hörer und Besucher denkt als Wyclef Jean, der Rapper, Produzent und Popstar aus New York.

Wenn Wyclef Jean sich Wasser in die Locken gießt, erfrischt er auch die erste Reihe. Wenn er allzu eilig reimt, dann flicht er deutsche Floskeln in den Sprechgesang. Wenn seine Gäste unaufmerksam werden, klettert er auf die Empore der Columbiahalle. Der weiße, königliche Pelz, in dem er auf die Bühne kommt, verschwindet nach den ersten Takten. Daraufhin spielt er im T-Shirt viele alte Lieder nach. Ein DJ legt betagte Platten auf, die Band fällt ein. Und Wyclef hängt sich am liebsten die Gitarre um.

Das fing schon vor fünf Jahren an. Die Fugees, Wyclefs HipHop-Trio, nahm Roberta Flacks «Killing Me Softly» auf. Tatsächlich wollten viele das Stück wieder hören, weil es sich vom Original nur wenig unterschied. Das spaltete die Fugees, Wyclef Jean verfeinerte allein in seinem Kellerstudio seine Masche. Letztes Jahr kam «The Ecleftic» auf den Markt mit Remakes alter Country-Songs. Immer wieder tauchen wohlbekannte Oldies in den Stücken auf. Nicht nur als Sample und Zitat, vielmehr als Haken für Erinnerungen einer breiten Schicht von Zuhörern, die mit der aktuellen Vielfalt überfordert sind. Auch deutsche Hitparaden sind zurzeit mit alten Songs von jungen Musikern belegt. Der Meister dieses Phänomens heißt Wyclef Jean, weshalb Mick Jagger und Santana ihn für ihre neuen Platten buchen.
Natürlich tut es dem Musikgeschäft auf lange Sicht nicht gut, nur Altes aufzukochen, ohne damit Neues auszudrücken. Aber darum muss sich Wyclef Jean nicht kümmern. Allenfalls singt er mit Sarah Connor ein Duett, der deutschen Hoffnung seiner Plattenfirma. Er darf unterhalten, Geld verdienen und wie Jimi Hendrix die Gitarre hinter seinem Rücken spielen. Wie Chuck Berry macht er Rock'n'Roll und Blues wie B.B. King, beherrscht den Rap als dunkle Ghetto-Sprache und den HipHop als Komödie der Sugar Hill Gang. Und wie Bob Marley hüpft er beim «Redemption Song» von einem Bein aufs andere und wirft den Schopf.
Alle Menschen werden Brüder bei Wyclef Jean. Sein alles verbindender «Ecleftizismus» ergibt ein tolles Konzert, das jedoch einen schalen Geschmack hinterlässt. Wie sein «Wish You Were Here» nach Pink Floyd, das nichts anderes sagt als: HipHop ist 2001 nichts anderes als Rockmusik vor 25 Jahren, also sehr auf Harmonie bedacht. Mit dieser Masche wird allein die Grundversorgung der Bevölkerung mit Popmusik gesichert.

Morgenpost vom 15.12.2001

Halestorm - The Strange Case Of... (2012)

Here's to us, here's to love All the times, that we messed up Here's to you, fill the glass  'Cause th...

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